Anwender Tipp: Wiedereingliederung und Teil-Beschäftigungsverbot

Mitarbeiter, die nach einer längeren Krankheitsphase zurück in das Unternehmen kommen oder zum Beispiel aufgrund einer Schwangerschaft ein Teil-Beschäftigungsverbot erhalten, dürfen trotz weniger Arbeitszeit als vertraglich vereinbart keine Minusstunden machen.

Während einer Wiedereingliederung oder einem Teil-Beschäftigungsverbot arbeitet ein Mitarbeiter beispielsweise nicht seine vereinbarte Wochenarbeitszeit von 40 Stunden, sondern in der ersten Woche etwa 4 Stunden, in der zweiten Woche 6 Stunden, in der dritten Woche 20 Stunden und so weiter.

In diesem Zeitraum darf kein Minus auf dem Zeitkonto entstehen, was bedeutet, dass der Mitarbeiter trotzdem 40 Stunden in der Woche gutgeschrieben bekommt. Der Arbeitsvertrag darf nicht angepasst werden, da dies Auswirkung auf die anteilige Urlaubsberechnung hat. Eine Wiedereingliederung oder ein Teil-Beschäftigungsverbot hat aber keinen Einfluss auf den Urlaubsanspruch (dem Mitarbeiter stehen die kompletten Urlaubstage zu).

So gehen Sie vor:

  1. Unter Konfiguration ➔ Aktivitäten eine neue Tätigkeit erstellen (z.B. Wiedereingliederung), mit der Berechnungseinstellung „Fester Wert = 0 Std.“
  2. Unter Konfiguration ➔ Aktivitäten eine neue Fehlzeit erstellen (z.B. Wiedereingliederung), mit der Berechnungseinstellung „1/x der WochenAZ“.
  3. Unter Konfiguration ➔ Stammdaten ➔ Mitarbeiter auswählen ➔ Einstellungen ➔ neuer Stichtag, wann startet die Wiedereingliederung ➔ zweiter Reiter „Aktivitäten“ ➔ Tätigkeit „Wiedereingliederung“ auswählen und bei dem „festen Wert“, der aktuell mit „0 Std.“ hinterlegt ist, das „1/x der WochenAZ“ als festen Wert hinterlegen (Vertragszeit / 5 oder 6 Tage Woche = Fester Wert).
  4. Der Mitarbeiter kann nun im Planer in der ersten Woche 4 Stunden geplant werden, bekommt für diesen 4 Stunden-Tag aber 1/x der Wochenarbeitszeit gutgeschrieben. An allen restlichen Tagen muss die Fehlzeit „Wiedereingliederung“ hinterlegt werden. So entstehen weder Plus- noch Minusstunden.
  5. Wenn Feiertage in die Wiedereingliederungszeit fallen, müssen Sie diese bitte auch wie oben beschrieben, auf Mitarbeiterebene mit der 1/6 Berechnungseinstellung hinterlegen. Um die Berechnungseinstellung für die Feiertage einzustellen, gehen Sie bitte wie folgt: Konfiguration ➔ Stammdaten ➔ Mitarbeiter auswählen ➔ Einstellungen ➔ Stichtag auswählen ➔ zweiter Reiter „Aktivitäten“ ➔ auf das Symbol mit dem grünen Plus klicken ➔ Fehlzeit „Feiertag“ auswählen, auf der rechten Seite die Berechnungseinstellung „1/X der WochenAZ“ hinterlegen ➔ Änderungen speichern.
  6. Um die hinterlegten Berechnungseinstellungen nach Beendigung der Wiedereingliederung oder der Aufhebung des Teil-Beschäftigungsverbots zu löschen, gehen Sie bitte wie folgt vor: Konfiguration ➔ Stammdaten ➔ Mitarbeiter auswählen ➔ Einstellungen ➔ neuer Stichtag, wann endet die Wiedereingliederung ➔ zweiter Reiter „Aktivitäten“ ➔ alle Aktivitäten anwählen und auf das Symbol Minus (löschen) klicken, sodass die Liste leer ist ➔ Änderungen speichern.

 

Benötigen  Sie weitere Hilfestellung zur Wiedereingliederung oder haben Fragen?
Dann erreichen Sie uns per E-Mail MEP24 Support oder telefonisch unter: +49 6220 – 307 99-20.

By | 2018-05-30T11:15:37+00:00 20. 06. 2017|Tipps für Anwender|